Warum nicht auch in Düsseldorf?

In Weimar sind kürzlich drei neue Wandflächen für Graffiti freigegeben worden. Die Thüringer Allgemeine berichtet.

Offensichtlich ist in Weimar die Einsicht gereift, dass die Kriminalisierung von Graffiti allein keine Lösung darstellt, sondern Sprühern vielmehr auch die Möglichkeit gegeben werden muss, sich legal zu betätigen. Vergleiche lassen sich unzählige herstellen: Warum bloß gibt es etwa Autorennstrecken, Skateparks, Paintball-Felder und Boxringe? Auf Basis der Argumente, mit denen die Einrichtung von Halls of Fame häufig verweigert wird, müssten all diese Freiräume geschlossen werden.

Hoffentlich dringt diese Erkenntnis auch irgendwann einmal nach Düsseldorf durch.

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Junge Union: Düsseldorf braucht „Düssel-Walls“

In einem schon älteren Statement befürwortet der Stadtbezirksverband 4 der Jungen Union Düsseldorf die Bereitstellung von sogenannten „Düssel-Walls“ für legales Graffiti.

Wie sie auch immer heißen mögen – sie sind überfällig.

Rheinische Post: „Graffiti-Sprayer müssen putzen“

Auch die Rheinische Post hat im Juni 2009 über den Plan der Stadt Düsseldorf berichtet, das sog. „Münchener Modell“ auch hier zu etablieren. Hier geht’s zum Artikel.

Anscheinend hat der Rat der Stadt bereits 100.00o Euro bereitgestellt, um „Personal und Sachleistungen – Räume für das Lagern der Reinigungswerkzeuge, Geld für Material und ein Auto“ zu bezahlen. Auch ist bereits ein Partner gefunden: den Jugendring Düsseldorf. Auf dessen Webseite war zwischenzeitlich auch schon eine Projektstelle ausgeschrieben, die Ausschreibung ist mittlerweile wieder verschwunden – vielleicht wurde schon jemand eingestellt?

Von legalen Flächen ist in diesem Artikel nicht mehr die Rede, jedoch stellt das „Anbieten von Ausweichmöglichkeiten (legale Flächen/Aufträge etc.)“ einen elementaren Teil des vielbeschworenen Münchener Modells dar.

BILD.de: „Graffiti-Schmierer müssen jetzt putzen!“

Im gewohnten Stil berichtet die BILD-Zeitung am 18. Juni 2009 über eine Sitzung des Ordnungsausschusses der Stadt Düsseldorf, in denen das sog. „Münchener Modell“ zum Umgang mit Graffiti diskutiert wurde. In München hat das Modell zu starken Rückgang der Anzeigen mit Graffiti-Bezug geführt.

Die beiden Kernpunkte:

  • Überführte jugendliche Sprüher putzen selbst.
  • Sprühern werden Freiflächen für legales Graffiti angeboten.

Zitat aus dem Artikel:
„In Düsseldorf sind Politiker, Staatsanwaltschaft, Polizei und Ordnungsamt begeistert. Andreas Hartnigk (CDU): ‚Wir hoffen, das Problem so innerhalb von 3 Jahren auch hier bei uns besser in den Griff zu bekommen.‘ “

Bislang gibt es jedoch in Düsseldorf keine legalen Flächen zum Sprühen.

Link zum Artikel

Alles hat seinen Anfang…

Diese Internetseite dokumentiert eine Initiative mit dem Ziel, die Freigabe von Wandflächen für legales Graffiti in Düsseldorf zu erreichen.

  • Warum sollten Freiflächen für Graffiti angeboten werden? Alles unter Argumente.
  • Welche Flächen eigenen sich dazu? Alles unter Vorschläge.
  • Wer unterstützt diese Initiative? Wollen Sie/Willst Du diese Initiative unterstützen? Alles dazu unter Unterstützer.

Wir werden diese Internetseite in den nächsten Wochen und Monaten mit vielen weiteren Informationen füllen, die das Thema betreffen.

Wir freuen uns sehr über Feedback, entweder über die Kommentarfunktion oder per E-Mail.

Viel Spaß!

Die Initiatoren, das Düsseldorfer Künstlerkollektiv THE PLEASURE GÄNG